Was ein qualifiziertes Arbeitszeugnis leisten muss
Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis beschreibt Tätigkeit, Leistung und Verhalten. Es muss wahr sein und zugleich wohlwollend formuliert werden. Entscheidend ist nicht nur die Gesamtnote: Auslassungen, Reihenfolge und einzelne Formulierungen können den Eindruck erheblich verändern.
Typische Punkte bei der Zeugnisprüfung
- vollständige und passende Tätigkeitsbeschreibung
- Leistungsbeurteilung und erkennbare Gesamtnote
- Bewertung des Sozialverhaltens
- Erwähnung besonderer Erfolge und Verantwortung
- Beendigungsgrund, Dankes- und Bedauernsformel
- Ausstellungsdatum, Unterschrift und äußere Form
Wichtig: Beanstanden Sie ein unzutreffendes oder unvollständiges Zeugnis möglichst zeitnah. Arbeits- oder tarifvertragliche Ausschlussfristen können eine Rolle spielen.
Zwischenzeugnis oder Endzeugnis
Ein Zwischenzeugnis kann bei einem Vorgesetztenwechsel, einer Versetzung oder einer längeren Unterbrechung sinnvoll sein. Beim Ende des Arbeitsverhältnisses geht es um ein abschließendes Zeugnis, das die weitere Bewerbung unterstützt und die tatsächliche Tätigkeit korrekt abbildet.
Das hilft bei der Korrektur
- aktuelles Zeugnis oder Zeugnisentwurf
- Arbeitsvertrag und Stellenbeschreibung
- frühere Zwischenzeugnisse
- Zielvereinbarungen und Leistungsbeurteilungen
- eigene Übersicht über Aufgaben und Erfolge
Weitere Orientierung finden Sie auch zu Kündigungsschutz und Abmahnungen im Arbeitsrecht.